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Aktuelles & Berichte

Demenzprojekt wächst weiter

Gemeinsam gegen das Vergessen: Beim Bürgerfest der Bürgerstiftung präsentiert der Arbeitskreis seine vielfältigen Angebote – von Betreuung bis Maltherapie

Auch beim Demenz-Arbeitskreis ist das Jubiläum der Kehler Bürgerstiftung Thema. Wie der Fachausschuss seine Arbeit, Planungen und Ziele präsentieren kann, das wurde unter anderem bei der Sitzung im Seniorenzentrum in Goldscheuer besprochen.

Wie alle Projekte der Bürgerstiftung Kehl (BSK), soll eingebettet in das Bürgerfest am 27. Juni in und um die Feldscheune den Festbesuchern auch das Demenz-Konzept vorgestellt werden. Begonnen hat dieses Leuchtturmprojekt 2013 am Dr.-Friedrich-Geroldt-Haus mit der Betreuung von an Demenz erkrankter Heimbewohner durch Studierende der Hochschule Kehl. Mittlerweile sind auch die Seniorenresidenzen Alte Mühle Bodersweier und Kinzigallee Kehl sowie die Seniorenzentren Goldscheuer und „Am Wasserturm“ Kehl eingebunden.

Momentan stehen zwölf Schülerinnen, zwei Schüler und neun Erwachsene für die Demenzbetreuung zur Verfügung, darunter eine Studentin der Hochschule Heilbronn, die in Kehl wohnt und in den Semesterferien diesen ehrenamtlichen Dienst übernimmt. Anfragen gibt es von zwei Einstein-Schülerinnen. Neben dem Einstein-Gymnasium kommen die Schüler zurzeit von der Tulla-Realschule und dem Sozial- und Gesundheitswissenschaftlichen Gymnasium (SGGS) an den Beruflichen Schulen in Kehl, von der Moscherosch-Schule Willstätt sowie von der Theodor-Heuss-Realschule und von der Klosterschule Unserer Lieben Frau in Offenburg. Die Bürgerstiftung hofft künftig wieder auf das Engagement von Studenten der Hochschule Kehl, mit denen das Projekt ursprünglich begonnen hatte.

Gerne möchte die Ausschuss-Vorsitzende Monique Hezel-Reyntjens am Stand des Demenz-Projekts beim Bürgerfest auch über die Maltherapie informieren, die mit der Kunsttherapeutin Britta Meinke zweimal im Jahr an jeder Einrichtung stattfindet. „Da entstehen großartige Bilder“, berichtet Ausschuss-Mitglied Heide Hilzinger. Ob einige dieser Werke beim Fest gezeigt werden können, bedarf noch der Abklärung.

Das Angebot der Maltherapie wird von den Bewohnern „sehr gut“ angenommen, hieß es bei der Sitzung. Der Wunsch, dass auch Teilnehmer von außerhalb der Seniorenheime dazu kommen, hat sich dagegen leider nicht erfüllt. Auch das Tanzcafé ist beliebt. Allerdings fällt der bisherige Musiker krankheitsbedingt aus. Simona Ciubotaru, Mitarbeiterin unserer Zeitung, hat sich angeboten, in die Bresche zu springen und mit Gesang und Gitarrenbegleitung zum Tanz aufzuspielen. Der Auftakt ist für die zweite April-Hälfte in der „Alten Mühle“ in Bodersweier geplant.

Musik ist ein großer Schwerpunkt in den fünf Senioreneinrichtungen. Gemeinsames Singen gehört ebenso dazu wie beispielsweise Klassik hören. Nach Möglichkeit soll’s Musik in irgend einer Form an jedem Tag geben. Freuen dürfen sich die Bewohner in allen fünf Einrichtungen auf die Aufführung der Theaterwelt Goldscheuer im September. Die sympathische Künstlergruppe um Horst Kiss wird ihre Zuschauer gewiss bestens unterhalten.

„Am Herzen“ liegt der Vorsitzenden Monique Hezel-Reyntjens die Betreuung von zu Hause lebender Demenzkranker zur Unterstützung der betreuenden Angehörigen. Das soll neben der Betreuung demenzkranker Heimbewohner die zweite Betreuungsart des Demenz-Projekts der Stiftung geben. Wegen der Umsetzung sei man derzeit mit einzelnen Akteuren im Gespräch, unter anderem mit dem Pflegestützpunkt.

Einen Bericht des Pflegestützpunktes und Schwerpunkte in der Zusammenarbeit mit der BSK gab Betina Feuerbach, die von Natascha Kaiser, Fachbereichsleiterin Bildung, Soziales und Kultur der Stadt Kehl und Jannate Hammerstein, Leiterin für den städtischen Bereich Sozialwesen begleitet wurde. Betina Feuerbach wies darauf hin, dass der Pflegestützpunkt in Kehl auch für Willstätt und Rheinau zuständig ist und daher auch dort Veranstaltungen stattfinden.

Im Seniorenzentrum in Goldscheuer entsteht derzeit unter Anleitung von Bernd König das neue Projekt „König der Löwen“. So weit es geht, machen die Heimbewohner alles selber, von den Kulissen über die Kostüme und Musik bis zur Darstellung der Figuren. Gedreht wird ein Video, das für den Ehrenpreis der Evangelischen Heimstiftung eingereicht werden soll. Premiere, so berichtete Hausdirektorin Maria Armbruster-König, wird der „König der Löwen“ beim Sommerfest des Seniorenheims am 18. Juli haben.

 

Tipps und Vorträge

Die Veranstaltungen des Pflegestützpunktes und der Demenz-Agentur Kehl im ersten Halbjahr: Bereits am 15. April beginnt eine Schulungsreihe mit vier Abenden für pflegende Angehörige von Demenzpatienten. Die weiteren Termine jeweils von 18 bis 20 Uhr in der Villa RiWa in Kehl sind am 22. und 29. April und 7. Mai. Praktische Tipps für sicheres, barrierefreies Wohnen im Alter gibt es am 21. April ab 18.30 Uhr im Bürgersaal in Willstätt. Im Bürgersaal in Freistett gibt es am 19. Mai ab 15 Uhr den Vortrag „Die Welt steht Kopf – Demenz verstehen und begleiten“. Informationen „rund um den Schwerbehinderten-Ausweis“ stehen am 23. Juni ab 18.30 Uhr in der Villa RiWa auf dem Programm.

Alle diese Veranstaltungen sind kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten beim Pflegestützpunkt Kehl, 07851 88-0 (Zentrale Stadt Kehl), psp-ortenaukreis@stadt-kehl.de

 

8. Apr. 2026, 10:28 Uhr

Sölling-Chor begeistert Senioren

Generationen im Einklang: Mit Musik, Freude und Herz bringen Grundschulkinder Abwechslung in den Alltag der Tagespflege „Schneeflären“

„Hallo! Servus! Guten Tag!“ Gleich mit dem ersten Lied merkt man den Mädchen und Buben an, dass sie sich freuen, den Senioren ein bisschen Abwechslung in ihren Alltag zu bringen. Der Chor der Söllingschule besucht die Tagespflege „Schneeflären“ im Seniorenzentrum „Am Wasserturm“.

Die Senioren sitzen schon im Kreis, als die kleinen Musikanten einmarschieren. Sie haben einen Fußmarsch vom Sölling an den Wasserturm hinter sich. Doch außer Puste sind sie nicht. Ein bisschen aufgeregt vielleicht. Aber das sind die erwartungsfrohen Zuhörer auch. Weil der Platz etwas begrenzt ist, tritt nicht der gesamte Chor auf. Aber was auch die zehn Kinder darbieten, das kann sich wahrlich hören lassen. Und kommt an. Und löst Freude aus!

„Das habt ihr super gemacht“, lobt später Jessica Pelikan-Vogt, die Teamleiterin der Tagespflege, die mit ihren Mitarbeiterinnen Alexandra Kießner, Rebecca Huber und Carmen Wagner süße Geschenke als Dank an die jungen Besucher verteilt. „Ja, ich freue mich, dass ich dich heute seh!“, verraten diese ihrem Publikum und klatschen dazu im Takt. Und das Ganze untermauern sie noch mit dem Kanon: „Du, wir sind da, so richtig da, mit allem, was wir haben!“

Das nimmt man den heranwachsenden Choristen ab. Mit vollem Einsatz treten sie auf. Und mit großer Begeisterung. Marion Knopisch, ihre Dirigentin, lächelt zufrieden. Sie ist Lehrerin an der Söllingschule. Die Kehler Bürgerstiftung konnte sie für ihr Leuchtturmprojekt „Musikalische Förderung von Kindern und Jugendlichen“ gewinnen. „Ziel ist es, möglichst vielen Schülern den Zugang zur Musik zu ermöglichen und somit deren Persönlichkeit und Selbstvertrauen zu fördern und eine starke Gemeinschaft zu pflegen“, erläutert Projekt-Leiterin Suzanne Da Costa-Kunz. Weil sie vom Eifer der Schüler so angetan ist, lässt es sich die Konzertmeisterin nicht nehmen, den Chor auf ihrer Violine zu begleiten.

Marion Knopisch, selbst Musikerin und gute Klavierspielerin, gestaltet wöchentlich eine Chorstunde an der Schule, an der Schüler der zweiten bis vierten Klasse freiwillig und kostenlos teilnehmen können. Die Finanzierung übernimmt die Bürgerstiftung Kehl. Ohne diese Förderung könnte der Musikunterricht nicht stattfinden. Um die 18 Schüler kommen jede Woche zusammen. „Durch das gemeinsame Singen bilden sie eine starke Gemeinschaft“, konstatiert die Pädagogin. „Die Aufführungen in Seniorenheimen eignen sich, ihre Gemeinschaft zu stärken und das Erlernte mit ihren Zuhörern zu teilen.“

Im Wechsel mit dem Chor stellen sich einzelne Schüler als Solisten vor. Etwa Luca, der mit Hingabe recht präzise Gitarre spielt und dem anzumerken ist, dass er mit Üben sein Talent fördert. Das gilt in gleicher Weise für die Mitschüler, wie Isabella die auf der Geige „Die freche Maus“ intoniert, oder Aaliyah, die schon gut mit dem großen Cello umgehen kann und ihren Zuhören den Rätselspaß aufgibt, ihren Vortrag zu erkennen. Sie musiziert so ausgezeichnet, dass es leicht ist: „Bruder Jakob!“ Herzallerliebst trägt Diana mit klarer Stimme das Lied „Lieb mich“ vor – sie und die Söllingschüler müssen die Senioren nicht eigens darum bitten.

Die Tagespflege „Schneeflären“ ist ein Angebot zur Entlastung für pflegende Angehörige und bietet 18 Seniorinnen und Senioren tagsüber Abwechslung und sichere Betreuung. Das Betreuungsangebot richtet sich an ältere Menschen, die in ihrem Alltag Hilfe und Pflege benötigen und zu Hause wohnen bleiben möchten. Die Tagespflege ergänzt die Versorgung durch Angehörige und ambulante Dienste ganz nach dem Motto „Gemeinsam statt einsam“.

Einsam fühlt sich an diesem wunderbaren Nachmittag wirklich niemand im Seniorenzentrum „Am Wasserturm“. Nach ihrer ersten Aufführung im Dezember in der Söllingschule bei der Weihnachtsfeier ist das nun der erste öffentliche Auftritt des Chores außerhalb der Schule. Frohgemut und heiter verabschieden sich die jungen Sänger mit einem „Obstcocktail“: „Mango, Mango, Mango, Mango, Kiwi, Kiwi, Kiwi, Kiwi, Kiwi, Kiwi, Ananas, Banane, Ananas, mhm…“ singen sie, und „illustrieren“ das Gesungene durch Bewegungen mit Füßen, Händen, Fäusten und Armen. Die Senioren machen eifrig mit – und lassen das dann in Applaus münden: Beifall für den zauberhaften Sölling-Chor!

Wer das Projekt unterstützen möchte, kann das über eine zweckgebundene Spende mit dem Stichwort „Musik-Projekt“ auf eines der Konten der Bürgerstiftung Kehl tun: DE75 6645 1862 0000 1046 04 bei der Sparkasse Kehl oder DE38 6629 1400 0005 1067 96 bei der Volksbank Bühl.

 

Weitere Aufführungen

Wer jetzt interessiert ist, kann sich weitere Aufführungen des Sölling-Chors notieren: am Samstag, 9. Mai, am Vorabend des Muttertags, ab 16 Uhr im Seniorenzentrum „Am Wasserturm“ im Muttertags-Vatertags-Gottesdienst, an dem sich auch Schüler des Demenz-Projekts der Bürgerstiftung beteiligen, mit anschließendem kleinen Konzert, sowie am Samstag, 27. Juni, gegen 15.30 Uhr in der Feldscheune beim Fest der Bürgerstiftung zum 20-jährigen Bestehen. Und zum Jahresende studiert der Sölling-Chor ein kleines Musical ein.

Ein zweites Projekt des Arbeitskreises „Musikalische Förderung von Kindern und Jugendlichen“ fördert die Bürgerstiftung an der Guggenmos-Schule. Dort leitet Dietmar Göppert eine Trommler-Gruppe. Der pensionierte Musik-Pädagoge ist ausgebildet in der Weiterbildung in der Drum-Circle-Methode. Ein Auftritt an der Schule ist für Mitte April geplant.

8. Apr. 2026, 10:24 Uhr

Gütesiegel für Bürgerstiftung

Beim Regionaltreffen Baden Württemberg in Heidelberg wurde der Delegation aus Kehl ganz offiziell die Urkunde für weitere drei Jahre überreicht

Jetzt ist es ganz offiziell: Die Kehler Bürgerstiftung kann für weitere drei Jahre das Gütesiegel für Bürgerstiftungen tragen. Beim Regionaltreffen Baden Württemberg des Bündnisses der Bürgerstiftungen Deutschlands in Heidelberg wurde der Delegation aus Kehl die Urkunde über die Verleihung des Gütesiegels 2026 überreicht.

Ulrike Reichart, Leiterin Bündnis der Bürgerstiftungen Deutschlands, und die Regionalkuratorin Baden-Württemberg Hanna Lehmann würdigten die Arbeit der Kehler Stiftung, die seit Oktober 2009 ohne Unterbrechung die Bedingungen für die Auszeichnung mit dem Gütesiegel erfüllt. Dieses ist zunächst für zwei Jahre gültig. Nach zweimaliger erfolgreicher Teilnahme verlängert sich die Laufzeit jeweils auf drei Jahre.

Die Vorstandsvorsitzende Barbara Tonnelier freut sich, dass mit der wiederholten Verleihung des Gütesiegels an die Bürgerstiftung Kehl (BSK) die Gültigkeit für den Zeitraum vom 1. Januar 2026 bis zum 31. Dezember 2028 bestätigt wird. Dass die erneute Auszeichnung in das Jahr des 20-jährigen Bestehens fällt, sei ein wunderbarer Auftakt in das Geburtstagsjahr und gleichzeitig weiterer Ansporn, getreu dem Stiftungsmotto „Miteinander – Füreinander“ sich in und für Kehl zu engagieren.

Begleitet wurde die Vorsitzende Tonnelier von Marina Nohe, Schriftführerin im Fachausschuss „Gewalt in der Familie“, und Suzanne Da Costa-Kunz, Leiterin des Fachausschusses „Musikalische Förderung von Kindern und Jugendlichen“, die sich an den bei diesem Regionaltreffen angebotenen Workshops beteiligten.

Unter der Überschrift „Zukunft gestalten: Erfolgreiche Wege der Nachwuchs- und Stiftergewinnung“ wurde bei der Veranstaltung der Frage nachgegangen, wie Bürgerstiftungen auch morgen handlungsfähig bleiben können. Dabei rückten zwei zentrale Zukunftsfragen in den Mittelpunkt: die Gewinnung neuer Aktiver für Gremien und Projekte sowie die Ansprache und Bindung neuer Stifterinnen und Stifter.

Unter dem Motto „Wir brauchen Eure Zeit!“ ging es um die Herausforderung, vor der die Bürgerstiftungen stehen, neue Aktive für Projekte zu gewinnen und gleichzeitig ihre Gremien zu verjüngen. Die große Themen- und Projektvielfalt biete dabei eine besondere Chance, unterschiedlichste Menschen anzusprechen und langfristig zu begeistern.

„Wir brauchen Euer Geld!“ Unter diesem Themenblock ging es darum, wie neue Stifter gewonnen werden können. Denn nicht nur für Projekte, Gremien oder die laufende Arbeit brauchen Bürgerstiftungen engagierte Menschen – auch der Aufbau des Stiftungskapitals lebe vom Mitwirken neuer Stifterinnen und Stifter. Es gelte, Menschen dafür zu gewinnen, ihr Geld und Vertrauen langfristig einzubringen und so den Stiftungsgedanken nachhaltig zu stärken.

„Zum 20-jährigen Bestehen möchte die Kehler Bürgerstiftung weiter wachsen – nicht nur finanziell, sondern auch personell“, berichtet die Vorsitzende Tonnelier. Neben Zustiftern und Spendern seien vor allem Menschen gefragt, die Zeit, Ideen und Erfahrung einbringen möchten. „Ob Fundraising, Social Media oder Projektarbeit: Die Möglichkeiten, sich einzubringen, sind vielfältig.“

Sich vorstellen und für sich werben, das möchte die BSK im Jubiläumsjahr unter anderem beim Bürgerfest: Auf Samstag, 27. Juni, ist die Bevölkerung eingeladen, in der und rund um die Feldscheune die Stiftung kennenzulernen. Geförderte Gruppen und Vereine stellen sich vor, ebenso werden Leuchtturmprojekte der Stiftung präsentiert. Zwei Veranstaltungen sind im „Rosa Carbonell Labyrinth“ im Rheinvorland beim Campingplatz geplant – eine im Mai, eine im Herbst. Und am 14. November trifft sich die Stifterfamilie mit Gästen zu einem Geburtstags-Dinner.

Zwei Jahrzehnte nach ihrer Gründung steht die Bürgerstiftung Kehl für gelebte Verantwortung vor Ort. Ihr Jubiläum ist deshalb nicht nur Anlass zum Feiern, sondern auch Einladung an alle Bürgerinnen und Bürger, Teil dieser Erfolgsgeschichte zu werden.

 

Was sind Regionaltreffen?

Das Bündnis der Bürgerstiftungen Deutschlands veranstaltet regelmäßig im Frühjahr sechs Regionaltreffen, bei denen Bürgerstiftungen einer Region zum gegenseitigen Austausch zusammenkommen. Bei diesen Treffen sind die jeweiligen Regionalkuratoren vor Ort, helfen bei allen Fragen weiter und vermitteln bei Bedarf hilfreiche Kontakte. Neben Fachimpulsen, Diskussionen und kollegialem Austausch findet die Übergabe des Gütesiegels für Bürgerstiftungen statt.Das Bündnis der Bürgerstiftungen Deutschlands vertritt die Interessen der deutschen Bürgerstiftungen gegenüber den Akteuren der Zivilgesellschaft und der Öffentlichkeit. 

8. Apr. 2026, 10:22 Uhr

Auf Tullas Spuren in die Zukunft. Eine Zeitreise, das Wasserbaus entlang des Oberrheins

Prof. Dr. Christoph Heinzelmann zu Gast beim 10. Themenabend aus der Reihe „Faszination Wasser“ – Urelement unseres Lebens der Bürgerstiftung Kehl BSK

Es ist wieder so weit: Mit ihrem 10. Themenabend „Auf Tullas Spuren in die Zukunft“ lädt die Bürgerstiftung Kehl (BSK) herzlich zu einem außergewöhnlich spannenden Abend ein. Beginn ist am Montag, dem 23.03.2026 um 19.00 Uhr in den Räumlichkeiten und in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Öffentliche Verwaltung in Kehl.

Das Organisationsteam der Bürgerstiftung Kehl um Dr. Sonja Gerber, Klaus Gras und Günter Ladny ist sich einig: „Dieser Vortrag darf in unserer Reihe „Faszination Wasser“ nicht fehlen.“ Warum? 

Der Oberrhein ist ein wichtiger Verkehrsweg für den Gütertransport. Heute passieren jährlich rund 16.000 Güterschiffe, die 18 Mio. Gütertonnen transportieren, die Schleusenanlage Iffezheim. Neben seiner Verkehrsfunktion dient der Oberrhein der Freizeit und Erholung und ist Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren.

Der heutige Zustand des Oberrheins ist stark geprägt durch frühere Ausbaumaßnahmen in den letzten 200 Jahren: die Rheinkorrektion nach Tulla, die Rheinregulierung nach Honsell und die Stauregelung des Oberrheins. Die Ausbaumaßnahmen und ihre Folgen werden dargestellt. 

Der Vortrag liefert eine Zeitreise des Wasserbaus entlang des Oberrheins und zeigt auf, wie durch alternative Bauweisen perspektivisch den wachsenden ökologischen Anforderungen Rechnung getragen wird.

„Wir freuen uns, mit Prof. Dr. Christoph Heinzelmann einen Referenten gewonnen zu haben, der mit hoher Fachkompetenz und tiefen Einblicken in die regulatorischen und praktischen Prozesse des Wasserbaus außergewöhnliche Erkenntnisse und interessante Einsichten liefern wird“, so das Organisationsteam.

Prof. Dr. Heinzelmann studierte Bauingenieurwesen an der Technischen Universität Darmstadt. Nach der Promotion zum Dr.-Ing. am dortigen Institut für Wasserbau absolvierte er die Referendarausbildung bei der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Der anschließende Berufsweg führte ihn zunächst als Sachbereichsleiter für den Fahrrinnenausbau des Mains zum Wasserstraßenneubauamt Aschaffenburg und später in das Bundesministerium für Verkehr, wo er acht Jahre lang in verschiedenen Positionen tätig war, zuletzt als Leiter des Referats Wasserstraßenmanagement Küste. Von September 2005 bis Juli 2024 war Prof. Heinzelmann Präsident der Bundesanstalt für Wasserbau.

Prof. Heinzelmann war auch viele Jahre in der universitären Lehre aktiv. In seinen praxisorientierten Lehrveranstaltungen vermittelte er Kenntnisse über Bau, Betrieb und Unterhaltung natürlicher und künstlicher Binnenschifffahrtsstraßen. Von 2002 bis 2012 lehrte er Verkehrswasserbau an der Ruhr-Universität Bochum, von 2008 an als Honorarprofessor. Von 2013 bis 2024 war er Honorarprofessor für Verkehrswasserbau an der Technischen Universität München. Im Jahr 2022 hat ihm die Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg die Ehrendoktorwürde verliehen.

Im Anschluss an den Vortrag von Prof. Dr. Heinzelmann gibt es wie immer Gelegenheit für die Fragen unserer Gäste.

Der Eintritt frei. Wie gewohnt stehen ein Obstbuffet und Mineralwasser für unsere Gäste bereit.

11. März 2026, 17:25 Uhr

Nächste Veranstaltungen

24
APR

Stifterversammlung

Mehrzwecksaal Dr.-Friedrich-Geroldt-Haus, Iringheimerstraße 51, 77694 Kehl, ab 18:00 Uhr
27
JUN

Jubiläumsveranstaltung

Feldscheune Kehl, ab 15:00 Uhr

Auftaktveranstaltung zum 20-jährigen Jubiläum der Bürgerstiftung Kehl